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Frankfurt - verlärmt! Aus für „Green-City 2014“?
Nein, das ist keine Fieberkurve eines Malariakranken, das ist das Zucken des Lärmmessgeräts in Frankfurt-Sachsenhausen in der Nähe des Goetheturms, an einem schönen Tag im Dezember 2011. Man kann es sich kaum vorstellen, man muß es erleben, wenn die Flugzeuge wie stählerne Raubvögel pfeifend und dumpf drohend herandonnern, sich herabsenken vom Himmel, teilweise kurz die Sonne verdeckend, und mit lautem Gebrumm über unsere Dächer hinwegrauschend in Richtung der neuen Landebahn, den Stolz des Flughafens und aller Flugbegeisterten. Es ist bedrohend und Furcht einflößend, nicht nur von den unangenehmen nervtötenden Geräuschen, allein der Anblick tieffliegender großer vierstrahliger Maschinen, die wie angreifend direkt über die Köpfe hinwegbrummen. Diesem Lärm kann man nicht entfliehen, ob vor dem Haus oder dahinter im Garten.
Dieser Lärm ist keine banale Belästigung für überempfindliche Gemüter, die „leider unvermeidbar ist beim Betrieb eines Weltflughafens“, wie mancher Politiker meint, sondern eine für jeden nicht völlig abgestumpften Menschen eine unzumutbare und gesundheitsschädliche Tortur. Fluglärm ist tags und ganz besonders nachts eindeutig krankmachend, in vielen medizinischen Untersuchungen ist dies nachgewiesen. Die zulässigen Lärmgrenzwerte wurden in den Gutachten so angepasst, dass die neue Landebahn überhaupt genehmigungsfähig wurde. Das Lärmschutzgesetz hat Lärmschutzzonen ausgewiesen, in denen bereits heute die für 2020 berechneten Belastungen real überschritten werden. Und jetzt wundern sich alle, dass es viel lauter als erwartet ist! Wie hoch soll die Belastung der Bevölkerung denn noch steigen, wenn wie vorgesehen in den nächsten 10 Jahren die Anzahl der Flüge um weitere 50% steigt? Die Mehrheit der Ausbaubefürworter muss sich fragen lassen, ob es ihnen zusteht, einer Minderheit solche psychischen und körperlichen Belastungen zuzumuten? Die Antwort lautet: Nein, es darf ihr nicht mehr zugemutet werden, als sie selbst bereit wären, zu ertragen. Als Menschen auf dieser Erde haben wir den biblischen Auftrag, die Schöpfung zu bewahren und die Erde gut zu verwalten. Der Mensch gehört doch schließlich auch zur Schöpfung, oder nicht? Genauso wie die Tiere und Pflanzen, der Boden, das Wasser und die Luft. Dieses ethische Prinzip, von Gott auf uns Menschen übertragen, spiegelt sich auch im Grundgesetz, im Artikel 2, „die Würde des Menschen ist unantastbar“ wider. Im Luftverkehrsgesetz §29b findet sich entsprechendes: „Die Bevölkerung ist vor unzumutbarem Fluglärm zu schützen.“ Dem widerspricht eklatant die Wachstums- und Expansionspolitik des Großunternehmens Fraport. 300.000 Bürger mindestens sind davon betroffen, werden mit zusätzlichem Lärm unzumutbar belastet zugunsten des Gewinns und der Steigerung des Aktienkurses. Die Ökonomie erhält uneingeschränkte Vorfahrt zu Lasten der Gesundheit der Bevölkerung. Mit PR-Kampagnen, einseitiger Informationspolitik, Untergangsszenarien, Totschlagargumenten („Rhein-Main wird zum Provinzflughafen“) und Abwanderungsdrohungen werden Kritiker weichgeklopft und unter Druck gesetzt, bis die gewünschten Genehmigungen erteilt werden. Echtes Entgegenkommen und Schutz der Bürger mit tatsächlich wirksamen Maßnahmen: Fehlanzeige. Von lärmmindernden Anflugverfahren werden die Menschen in 30-50 km Entfernung geringfügig entlastet, in der Endanfluglinie in Frankfurt-Süd, Offenbach, Flörsheim und Mainz helfen den Menschen nur eine echte Nachtruhe durch ein dauerhaftes Nachtflugverbot von 22.00 – 06.00 Uhr und eine Stilllegung der Nord-West-Landebahn. Wer Lärmminderung bei steigendem Flugverkehr verspricht, führt die Bürger bloß an der Nase herum und setzt deren Gesundheit aufs Spiel. Auf die leisen Flugzeuge mit null dB Geräusch, null Emissionen und null Kerosinverbrauch werden wir noch lange warten müssen. Oder ist Arbeit wichtiger als Gesundheit? Das sogenannte Argument der Schaffung tausender neuer Arbeitplätze zieht leider auch nicht richtig: Vor 10 Jahren wurden 100.000 versprochen, jetzt ist nur noch die Rede von 14.000. Wenn man aber nachfragt, wie es Redakteure des SWR dieser Tage getan haben, sind bisher vor allem Arbeitsplätze verlagert worden. Lufthansa plant in 2012 Personalabbau mit Stewardessen als Leiharbeiter. Ich frage: Wo ist der „Jobmotor Flughafen?“ Die Stadt Frankfurt bewirbt sich um die Auszeichnung als „Green City“ des Jahres 2014. Klimaschutz, saubere Luft, schadstofffreie Umwelt und nachhaltige Ideen für eine lebenswerte Stadt. Durch den Fluglärm ist der Grüngürtel im Süden der Stadt zerstört, die Emissionen nehmen zu, da wird es schwierig, Frankfurt als Vorbild des Umweltschutzes zu präsentieren. Unsere Gemeinde hat schon seit Ende der 90er Jahre mit monatlichen Schweigeandachten „Schweigen gegen den Lärm“ protestiert. Jetzt hat der Kirchenvorstand eine Petition gegen den Fluglärm verfasst und an das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, an Politiker und Fraport sowie Lufthansa versandt. Wenn wir als Christen unserer ethischen Verantwortung gerecht werden wollen und eine gesunde Umwelt für nachkommende Generationen bewahren wollen, dann sollten wir dem rücksichtslosen und gleichzeitig fragwürdigem Wachstum Grenzen setzen und durchaus auch unser eigenes Verhalten bezüglich Flugzeug fliegen mal hinterfragen.
Ihr
Fertigstellung der Osterkirche in SichtDie Orgel in der Osterkirche wird zur Zeit noch generalüberholt, aber bald ist es soweit...
Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Aufmerksame Gemeindeglieder beobachten schon seit einiger Zeit genau die Erd- und Pflasterarbeiten vor der Osterkirche. Diese Arbeiten sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass in der Kirche nicht mehr viele Arbeiten auszuführen sind. Zwar gibt es noch einige Mängel, die beseitigt werden müssen und die eine oder andere Restarbeit ist immer noch nicht erledigt, aber es gibt auch Dinge, die wirklich erfreulich sind: Die neue Heizung ist fertig installiert und heizt bereits die Kirche, die Lampen und Steckdosen sind angeschlossen und es gibt schon wunderbare Möglichkeiten, die Kirche zu beleuchten, die Teekücheneinrichtung ist komplett und kann demnächst ausgestattet werden, die Sakristei- und der Gruppenraum werden in diesen Tagen möbliert und auch die Stühle für die Kirche sind bereits geliefert. Das Bedeutsamste ist aber, dass wir nach 4 Jahren endlich wieder die Schlüsselgewalt über unsere Kirche haben. Endlich können wir wieder auf- und zuschließen. Nach dem Einbau der neuen Tür gab es wieder neue Schlüssel und erst vor wenigen Wochen konnten wir unsere eigene Schließanlage einbauen.
Sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen, werden der Zugang zur Kirche, der Parkplatz und unser kleiner Kirchplatz fertig gestellt und das gottesdienstliche und gemeindliche Leben können wieder in die Osterkirche zurückkehren. Wann wir das erste Mal wieder Gottesdienst feiern können, hängt letztlich vom Termin der Baufreigabe ab. Sobald wir Bescheid wissen, werden wir durch Abkündigungen, Aushänge in den Schaukästen und auf unserer Homepage im Internet es in der Gemeinde bekannt geben.
Alles hat seine Zeit..Bauen hat seine Zeit..und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit.
Am 28. Januar hat der Kirchenvorstand mich zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Ich lebe seit 1990 in Frankfurt und bin seit 1995 in unserer Gemeinde aktiv. Seit zwei Jahren bin ich Mitglied im Kirchenvorstand, Vertreter der Gemeinde in der Dekanatssynode und als Vertreter des Dekanats in der Regionalversammlung. In den vergangen Jahren ist viel passiert und ich habe in diesen Gremien viel erlebt und neues kennengelernt - diese Erfahrungen möchte ich nun auch im Vorsitz gewinnbringend einsetzen. Die nächsten zwei Jahre, für die ich als Vorsitzender gewählt bin, werden reich sein an neuen Herausforderungen; Mit der Eröffnung der Osterkirche und der KiTa Lukas wird das Gebäudekonzept unserer Gemeinde vollendet und stellt uns vor die Fragen was, wann, wie und wo stattfinden kann. Wir werden die Pfarrstelle von Pia Baumann neu besetzen und dann stehen im nächsten Jahr auch noch ein paar Jubiläen an! Darüber hinaus ist es mir aber weiterhin besonders wichtig an der Erfüllung meines Wahlversprechens von vor 3 Jahren zu arbeiten und in unserer Gemeinde dafür zu sorgen, dass neben der florierenden Kinder- Jugend- Kirchenmusik- und Seniorenarbeit auch die jungen Erwachsenen wieder ein „Zuhause“ finden. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich mit mir diesen Herausforderungen stellen! Aber alles zu seiner Zeit.
Ihr
„Getauft, ausgestoßen – und vergessen?
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| Marlies Flesch-Thebesius, Zeitzeugin bei der Eröffnung in der Dreikönigskirche am 29.1.2012 |
Die Vernissage unserer Ausstellung findet am Donnerstag, dem 29. März um 20 Uhr statt. An diesem Abend werden auch Nachfahren von Martha Habermehl, geb. Levy anwesend sein. Eine Stunde zuvor um 19 Uhr beginnt als Einstimmung hierzu der diesjährige Ökumenische Bußgang zum Thema „Getauft auf Gottes Namen“. Treffpunkt ist in der St.Bonifatiuskirche, Holbeinstraße 70, am Taufbecken, von dort werden wir mit zweimaligem Halt in die Lukaskirche zur Ausstellungseröffnung gehen.
Im Rahmen der Ausstellung finden drei thematische Gottesdienste am 1. April um 9.30 Uhr sowie am 15. April um 11 Uhr und um 18 Uhr (Finissage im Abendgottesdienst) statt. Weiterhin laden wir Sie sehr herzlich ein zu vier Vorträgen, die von Dienstag, den 10. bis Freitag, den 13. April, jeweils um 17 Uhr in der Lukaskirche stattfinden. Personen werden vorgestellt, die in der NS-Zeit verfolgt, verraten oder versteckt wurden und mit denen wir verbunden sind:
Dr. Georg Kalischer, Direktor der IG Farben – nach KZ-Haft gestorben,
Dora von Oettingen, Gemeindepädagogin – kam in Gestapo-Einzelhaft,
Dr. Toni Sandels, Kinderärztin – wurde von einer Freundin versteckt,
Pfarrer Friedrich Georgi – wurde im Bibelkreis verraten.
Sollten Sie außerhalb der Vorträge und Gottesdienste Interesse an Führungen haben, wenden sich bitte an Pfarrer Volker Mahnkopp.

